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Chemische Reaktionen
Zur Ermittlung des Gefahrenpotentials chemischer Reaktionen stehen Reaktionskalorimeter zur Verfügung, die einen weiten Temperatur- und Druckbereich abdecken: -20 °C < T < 200 °C, 0 bar < p < 60 bar. Adiabatisch geführte Reaktionen in Autoklaven ermöglichen auch Messungen bei noch höheren Temperaturen und Drücken. Aus der Reaktionsenthalpie, der Gasentwicklung und der Wärmeproduktionsgeschwindigkeit werden Grenzwerte für den sicheren Betrieb abgeleitet. Die Betrachtung kritischer Betriebszustände bei Abweichungen vom bestimmungsgemäßen Betrieb erfordert weitergehende Reaktionsversuche und die Prüfung auf thermische Stabilität. Mit einem an die experimentellen Daten angepassten kinetischen Modell für die gewünschte Reaktion und eventuelle Folgereaktionen kann der betriebliche Ablauf für unterschiedliche Randbedingungen simuliert werden.
Eingesetzt werden isoperibole (RC1, Actron), Wärmeakkumulations- (Eigenbau, RSST), Wärmebilanz- (Eigenbau, Chemisense) und adiabatische (VSP, Dewar) Kalorimeter.
Leistungskatalog
Standarduntersuchung zur Charakterisierung einer chemischen Reaktion, d.h. Reaktionsenthalpie, Wärmeproduktionsrate mit folgenden Geräten:
- RC1-Kalorimeter (Wärmefluss-Kalorimeter; drucklos bis zu 60 bar)
- Wärmebilanz-Kalorimeter auch für heterogene Systeme geeignet, drucklos
- Chemisens (Wärmebilanz-Kalorimeter) auch für heterogene Systeme geeignet, – 1 bis zu 20 bar
Untersuchung zur Charakterisierung einer durchgehenden Reaktion unter adiabaten Bedingungen mit folgenden Geräten:
- Reactive Systems Screening Tool (RSST)
- Vent Sizing Package (VSP) Reaktionskalorimeter
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