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Facelifting
Mit neuem Outfit der Konkurrenz voraus
Kann das Design einer Maschine, abgesehen von funktionalen Aspekten, eine entscheidende
Rolle bei
der Kaufentscheidung für
ein Investitionsgut spielen?
Dr. Blum, einer der Geschäftsführer des Reutlinger Maschinenbauunternehmens WAFIOS
meint "Ja" und
sieht diese Ansicht durch
die durchwegs positiven Reaktionen der Branche auf das "neue Gesicht" der Winde- und
Biegemaschine FMU 1 und den Verkaufserfolg bestätigt.
Der Name WAFIOS hat in der drahtverarbeitenden Industrie einen exzellenten Klang und steht
für technische Spitzenleistung in diesem Nischensegment des Maschinenbaus, in dem sich zwei
knappe Dutzend Anbieter den Weltmarkt teilen. Das umfassende Programm der Firma besteht
aus ca. 350 verschiedenen Maschinen und Anlagen, mit denen Drähte in jeder nur erdenklichen
Form gebogen und zu Federn gewunden werden, aus Drahtmaterial Nägel
mit Köpfen gemacht, Zäune geflochten oder Ketten hergestellt werden. Für die Winde- und
Biegemaschinen aus Reutlingen finden sich die Hauptabnehmer
in der Automobilindustrie (in einem Auto stecken bis zu 500 Federn) und in der
Elektroindustrie,
aber auch exotischere Biegeteile
wie Brillen, BH-Bügel oder Herzkatheter durchlaufen weltweit Maschinen mit dem WAFIOS-
Label.
Wer solche Maschinen ordert, achtet nur auf Funktionalität, Leistung und Preis - denkt man.
Daß aber auch bei Investitionsgütern eine gelungene Optik für Pluspunkte in der Käufergunst
sorgen kann, zeigen die Erfahrungen, die WAFIOS mit der FMU 1 bei der ersten Präsentation
der Maschine im neuen Outfit gewinnen konnten.
Im Mittelpunkt der Veränderung steht eine neue Maschinenbedieneinheit, bestehend aus
Schalttableau, IPC-Tastatur und Monitor, die frei auf einer Säule an der Maschine montiert ist
und ein sperriges, eigenes Gehäuse für Bedieneinheit und Rechner überflüssig macht. Der
Rechner ist, von der Bedieneinheit abgesetzt, leicht zugänglich im Schaltschrank unter der
Maschine angebracht, eine Lösung, die auch den
Verkabelungsaufwand reduziert.
PC-Funktionalität und Komfort am Maschinenarbeitsplatz
Das grafikfähige TFT-Flachdisplay (TFT = thin film technology) von Siemens ist das optische
Herzstück der Bedieneinheit. Es liefert auch unter ungünstigen Lichtbedingungen ein gestochen
scharfes, flimmerfreies Bild und bringt Farbe an den Arbeitsplatz des Bedieners - ein Novum in
der Drahtbranche, mit dem sich die Reutlinger positiv von der Konkurrenz absetzen konnten.
Die ansprechende farbige Visualisierung unter einer Windowsoberfläche steigert nunmehr die
Qualität
der Information für den Bediener
und den Bedienkomfort. "Wo anspruchsvolle Oberflächen gefragt sind," so Dr. Blum, "wollen
wir in Zukunft die Siemens-Flachdisplays einsetzen." Zwei Modelle aus dem aktuellen
Produktspektrum von WAFIOS sind dafür schon avisiert.
Zu der augenfälligen, brillanten Monitorleistung gesellt sich die volle Integration der
Maschinenbedieneinheit in die PC-Welt und damit auch die Einbindung der Maschine in
vorhandene PC-Netzwerke. "Schreibtischfunktionen" wie Ablage, Notizen, Postein- und
Ausgang werden damit an die Maschine gebracht. Die Auftragsabwicklung und -dokumentation
wird vereinfacht. Der Änderungsdienst wird rationalisiert und weniger fehlerträchtig. Die
Anbindung weiterer Peripheriegeräte wie Modems eröffnet die Möglichkeit zur
Fernüberwachung, -diagnose und -wartung. Da die Maschinen von WAFIOS zu achtzig
Prozent in den Export gehen, spielt die mechanische Robustheit der TFT-Displays eine wichtige
Rolle. Röhrenbestückte, konventionelle Displays zeigen sich doch hin und wieder den rauhen
Transportbedingungen nicht gewachsen.
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