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Coole Typen

Coole Typen
Wenn in einem Automatisierungssystem ein Pentium-Prozessor seine Leistung entfaltet, geht es schnell heiß her im Rack. Mehr oder weniger große Lüfter sollen den Schwerarbeiter vor dem Hitzekollaps bewahren - und machen bei extremen Bedingungen mitunter selbst zu schnell schlapp. Die neue SMP16-CPU von SICOMP kommt auch ohne Extrakühlung nicht so leicht ins Schwitzen und verleiht dem System mehr Stehvermögen.

Schnelle, leistungsfähige Pentium-CPUs haben sich auch in der Automatisierungstechnik etabliert. Da diese Prozessoren aber auch eine ganze Menge Wärme produzieren, tut Kühlung Not. In der Regel geschieht dies mit Lüftern, die entweder im System untergebracht sind oder sich direkt auf dem Kühlkörper der CPU befinden. Allerdings sprechen die relativ niedrigen MTBF-Werte (Meantime between failure) solcher Bauteile oder die mögliche Beeinträchtigung der "Windmaschinen" durch Staub und andere ungünstige Umgebungsbedingungen gegen den Einsatz in bestimmten Anwendungen. Für solche Applikationen wurde bei SICOMP IMC eine neue SMP16-Pentium-CPU entwickelt, die bis zu einer Umgebungstemperatur von 55°C ohne jegliche Kühlung auskommt. Der eingesetzte 133-MHz-VRT-Prozessor entwickelt erheblich weniger Verlustleistung als ein Standardprozessor. Zur weiteren Reduzierung der Wärmeentwicklung wird die CPU mit 75 MHz getaktet. Ein größerer Kühlkörper sorgt für eine verbesserte Wärmeableitung.

IMC Einsatz unter heißer Sonne

Die neue CPU kommt jetzt zum ersten Mal bei einem großen Gaslieferanten in Spanien zum Einsatz. Dieser liefert ca. 90% seines Brennstoffes an große industrielle Abnehmer in alle Regionen des Landes. Für die Kostenabrechnung mit dem Endabnehmer mußten bisher Mitarbeiter mühsam vor Ort Zählerstände und Gasparameter ablesen. Dies erledigen SMP16-Systeme nun automatisch. Der Kern dieser sogenannten RTUs (remote terminal unit) besteht aus der lüfterlosen Pentium-CPU SMP16-CPU 050, einem Trägerboard für PCMCIA-Karten SMP16-MEM 161 und einer PROFIBUS DP-Anschaltung SMP16-COM201. Die Prozeßdaten wie Durchflußmenge, Temperatur, Druck, Zusammensetzung usw. werden mit einer an die COM201 angeschalteten ET200 SC-Peripherie erfaßt, mit Datum und Uhrzeit versehen, auf der CPU aufbereitet und auf einer in die MEM161 gesteckten Speicherkarte zwischengespeichert. Als Betriebssystem kommt das Echtzeit-Betriebssystem RMOS3 zusammen mit der SoftPLC zum Einsatz. Die vorverarbeiteten Daten können dann über eine Telefonleitung vom Gaszulieferer jederzeit abgerufen werden. Dazu dient das im zweiten Slot der MEM161 gesteckte Modem. Um die aktuellen Betriebsdaten abzulesen oder Eingriffe in die Applikationssoftware vornehmen zu können, kann ein Bedienterminal OP7 direkt an die CPU angeschaltet werden.

Verläßlichkeit als Gebot

Das System muß sehr zuverlässig arbeiten. Ein Ausfall würde bedeuten, daß keine Aufzeichnung der Daten mehr erfolgt und somit für den Zeitraum der Störung keine Gebühren erhoben werden können. Ferner befinden sich die RTUs zum Teil an weit abgelegenen, schwer zugänglichen Stellen, an denen die Geräte häufig harten Bedingungen ausgesetzt sind. Daher verlangte der Kunde größtmögliche MTBF-Werte und schrieb Systeme ohne bewegte Teile, also auch ohne Lüfter, vor - eine Anforderung, die ein SICOMP IMC SMP16-System mit der neuen Pentium CPU in vollem Umfang erfüllt.
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