WinCC/Audit
Rückverfolgung von Bedienungen und Projektänderungen über Audit Trails
WinCC/Audit dient der Überwachung von Bediener-Aktivitäten
im Runtime-Betrieb wie auch zur Aufzeichnung von
Projektänderungen während der Engineering-Phase.
Alle
Änderungsdaten werden in einer fälschungssicheren Datenbank,
dem sogenannten Audit Trail aufgezeichnet und über
den Audit Viewer angezeigt.
Der Einsatz von WinCC/Audit
führt so zu einer lückenlosen Rückverfolgbarkeit sowohl der
Bediener-Aktivitäten als auch der Projektänderungen und
hilft Maschinenbauern und Anlagenbetreibern, gleichzeitig
den Engineeringaufwand zur Erfüllung von Anforderungen
nach 21 CFR Part 11 und EU 178/2002 zu reduzieren. Die
Maßnahmen beim Engineering, die für eine Vereinfachung
der Validierung notwendig sind, sind in einem White Paper
dokumentiert.
Nutzen
- Zuverlässige Aufzeichnung von Bedienhandlungen und
Projektänderungen in einem Audit Trail
- Projektversionierung und Dokumentenkontrolle
- Konform zu den Anforderungen der Food and Drug
Administration (FDA)
- Reduzierter Engineeringaufwand zur Erfüllung von 21
CFR Part 11 & EU 178/2002
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Überwachung des Runtime-Betriebs
Im Runtime-Betrieb werden
- vorgenommene Bedienhandlungen,
- Aktivitäten im Rahmen der zentralen Benutzerverwaltung mit SIMATIC Logon
- und das Starten und Ändern von Rezepten im Audit Trail festgehalten.
Darüber hinaus kann der Anlagenbetreiber
individuell über eine Audit-Entry-Funktion bestimmte Ereignisse, z.B.:
- die Bedienung von Schaltflächen und Slidern oder
- das Drücken einer Taste im Audit Trail aufzeichnen lassen.
Audit Trail Datenbank und Audit Viewer
In der Audit-Trail-Datenbank werden alle Änderungsdaten, wie Bedienaktionen,
Konfigurationsänderungen und Änderungen, die der Dokumentenkontrolle
unterliegen, abgelegt.
Bestandteile von Audit Trails sind:
- Zeit und Datum der Änderung
- Projekt-ID, PC- und Datenbank-Name
- Alter Wert und neuer Wert
- Benutzername
- Ereignis/Funktion
- Kommentar/Änderungsgrund
Die Audit Trail-Daten werden über den Audit Viewer visualisiert. Der Anwender
stellt über Filter ganz gezielt seine gewünschte Sicht der Audit-Trail-Daten ein
und kann diese in eine Excel-Datei exportieren. Die Audit Trail-Daten sind
fälschungssicher hinterlegt und können dementsprechend nicht modifiziert oder
gelöscht werden.
Damit erfüllt WinCC/Audit auch in diesem Punkt die FDA-Anforderungen nach 21 CFR
Part 11.

Abb. Visualisierung des Audit Trails mit Hilfe des Audit Viewers
Rückverfolgung von Projektänderungen
Die Überwachung von Projektänderungen ist sowohl mit WinCC/Audit als auch mit
der kostengünstigeren Option WinCC/ChangeControl möglich. Man unterscheidet
hierbei zwischen Projektänderungen, die die WinCC-Datenbank verändern, wie z.B.
Änderungen des Variablenhaushalts oder Anlegen einer Benutzergruppe, und
solchen, die sich auf die Änderung von Dateien beschränken, der so genannten
Dokumenten-Kontrolle. Die Dokumenten-Kontrolle erstreckt sich über
Prozessbilder, Skripte und Protokoll-Layouts und kundenspezifische Dokumente.
Das heißt, all diese Dokumente bzw. Dateien können auf Veränderung überwacht,
Zwischenversionen erstellt oder über Rollback-Funktion zurückgeholt werden.
Insgesamt ist die Überwachung sehr einfach und komfortabel und übergreifend zu
aktivieren. Anlagenbauer und -betreiber können hiermit schnell und komfortabel
(z.B. bei Anlagenstillständen) nachvollziehen, welche Änderungen auf der Anlage
stattgefunden haben. Das unterstützt die Fehleranalyse und verkürzt letztlich
Anlagenstillstandszeiten.

Abb.: Verwalten von Projekten mit dem Projektversionierungstool
Mithilfe der Projektversionierung können
- WinCC-Projekte archiviert, restauriert und gelöscht werden,
- alle WinCC-Daten inkl. der Projektdatenbank, Projektdateien (z.B. Bilder,
Berichte, Skripte) und Anwenderdokumenten archiviert werden
- und alle Aktivitäten des Projektversionierungstools aufgezeichnet werden.
Somit können alle Veränderungen einer Anlage von Produktionsbeginn an über
die gesamte Lebensdauer erfasst und durch definierte Versionsstände dokumentiert
werden.
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