WinCC Basisfunktionalität
Die Runtime-Komponente der WinCC Basissoftware bietet alle
wichtigen Funktionen eines leistungsfähigen SCADA-Systems: Auf
dieser Seite:
Integrierte Benutzerverwaltung
Mit dem WinCC User Administrator vergeben und kontrollieren
Sie die Zugriffsrechte der Benutzer für die Projektierung und Runtime.
Als Administrator können Sie jederzeit, auch zur Laufzeit, bis zu 128
Benutzergruppen mit jeweils bis zu 128 einzelnen Benutzern einrichten
und ihnen entsprechende Zugriffsrechte auf WinCC-Funktionen zuweisen.
Insgesamt sind bis zu 999 unterschiedliche Berechtigungen möglich.
Ab WinCC V7 ist SIMATIC Logon Bestandteil der WinCC Basissoftware. Die
Benutzerverwaltung mit SIMATIC Logon integriert sich in das
Sicherheitssystem und die Benutzerverwaltung von Windows und deckt auch
erweiterte Sicherheitsanforderungen nach FDA ab. SIMATIC Logon
unterstützt die anlagenweite Benutzerverwaltung und schützt vor
unautorisierten Datenmanipulationen.
weitere
Informationen zu SIMATIC Logon

Abb. SIMATIC Logon Service im WinCC Basissystem
Bedienoberfläche
Mit den WinCC-Standards lassen sich für jeden
Einsatzzweck individuell projektierte Bedienoberflächen erstellen -
zur sicheren Prozessführung und zur Optimierung der gesamten
Produktion.:
- Umfangreiche Auswahl projektierbarer Standard-Objekte
- Buttons, Check- und Radio-Boxes, Listbox, Combobox und Slider
- Grafik-Objekte (Vektor- und Bitmapformate)
- Tube-Objekte (beliebige Verläufe darstellbar)
- Applikations- und Bildfenster
- OLE-Objekte, ActiveX-Controls (z.B. Alarm-, Trend-, Table-Control)
- Media Control (Animated GIF`s, AVIs, .NET und XAML-Unterstützung)
- Eingabe- und Ausgabefeld, Textlisten
- 2D- und 3D-Balken, Zustands- und Sammelanzeigen
- Zentral änderbare Objekte (Faceplates)
- Online Sprachumschaltung
Projekte, die in mehreren Zielsprachen angelegt sind, können in der
Runtime jederzeit online umgeschaltet werden.
- Symbolleisten und Menüs
Über einen eigenen Editor können Windows-Elemente wie Menüs und
Symbolleisten in die Benutzeroberfläche der Runtime-Anwendung
integriert werden. Diese neuen Oberflächenelemente können, wie bei
Windows gewohnt, "fixiert" oder "verschiebbar" angelegt werden.
- Übernahme von Windows-Einstellungen
Innerhalb von WinCC können alle WinCC-Controls und Windows-Objekte
(Schaltflächen, Rollbalken) bezüglich der Darstellung zusammen mit den
Windows-Einstellungen umgeschaltet werden. Dabei können zentrale
Designeinstellungen einer zentralen Farbpalette vorgegeben werden,
welche natürlich später individuell angepasst werden können. Besonders
die "Vista-Stil" Effekte" (Hover-, Leucht- Schatten- und Transparenz)
bieten viele Möglichkeiten. Insgesamt kann so ein projektspezifisches
Look & Feel der Benutzeroberfläche erzeugt werden.

- Zoomfunktionen
Bei einer maximalen Auflösung 10 000 x 10 000 Pixeln für die einzelnen
Prozessbilder kommt einer komfortablen Zoomfunktion besondere
Bedeutung zu. Mit einer Scroll-Maus läßt sich der Zoomfaktor fließend
vergrößern oder verkleinern. Die Panning-Funktion erlaubt die
Einblendung eines Navigationskreuzes in ein gezoomtes Bild. Mittels Decluttering kann die Darstellung von Ebenen und Objekten vom
aktuellen Zoomfaktor abhängig gemacht werden. So ist es zum Beispiel
möglich, Details erst ab einem gewissen Zoomfaktor einzublenden.

Abb. Darstellung in Abhängigkeit vom Zoomfaktor (Decluttering)

Meldesystem

SIMATIC WinCC erfasst nicht nur Prozessmeldungen und lokale
Ereignisse, sondern speichert sie in Umlaufarchiven und stellt sie dann
bei Bedarf gefiltert oder sortiert zur Verfügung.
Meldungen können
durch Ableitung aus einzelnen Bits, als Folge eines Meldetelegramms
direkt aus dem Automatisierungssystem oder als Resultat von
Analogalarmen bei Grenzwertüberschreitungen entstehen. Individuelle
Quittierverfahren und Sichten, eine frei definierbare Meldestruktur
sowie parametrierbare Archivierung und Protokollierung von Meldungen
sind weitere Kennzeichen.
Im WinCC Alarmcontrol kann die Anzeige der Meldungen individuell
angepasst werden. Umfangreiche Selektionsmöglichkeiten z.B. über
benutzerspezifsiche Filtermatrix garantieren den optimalen Überblick.
Auch die Anzeige bereits ausgelagerter Meldungen ist möglich.
Per Knopfdruck können die dargestellten Meldungen exportiert oder als
Bericht ausgedruckt werden. Über frei projektierbare Toolbarfunktionen
können anlagenspezifische Funktionen realisiert werden.

Abb. Meldeanzeige durch WinCC AlarmControl
Integrierte Statistikfunktionen ermöglichen per Knopfdruck die
Ermittlung von Hitlisten (durchschnittliche und aufsummierte Melde- und
Quittierzeiten).

Abb.: Meldeanzeige mit Meldehitliste
Das Ausblenden von Meldungen kann auch automatisch
erfolgen (Alarm Hiding). Je nach aktuellem Anlagenzustand (z.B. Betrieb,
Reinigung, Wartung) können weniger relevante Meldungen für die Anzeige
ausgeblendet werden.
Archivierungssystem

Historische Werte bzw. Werteverläufe sind in Prozesswertarchiven
gespeichert. WinCC archiviert neben Prozesswerten auch Meldungen und
Anwenderdaten. Die Archivierung erfolgt in Umlaufarchiven in der
integrierten MS SQL Server Datenbank mit hoher Performance, d.h.
bis zu 10.000 Messwerte und 100 Meldungen pro Sekunde. Der
Speicherbedarf ist auf Grund leistungsfähiger, verlustfreier
Komprimierungsfunktionen sehr gering. Im WinCC-Basissystem können
bereits 512 Archivvariablen projektiert werden. Powerpacks lassen im
Endausbau die Erweiterung auf bis zu 120.000 Variablen zu. Eine
zentrale, optional redundante, Langzeitarchivierung kann mit einem
zentralen Archivserver mit der Option WinCC/Central Archive Server
realisiert werden.Im Trendcontrol können aktuelle Werte
(Online-Trends), historische Prozesswerte und Sollwertkurven in
derselben Kurvenanzeige dargestellt werden. Auch die Anzeige bereits
ausgelagerter Meldungen ist möglich. Dabei ist eine individuelle
Skalierung der Zeitachste und des Wertebereichs möglich (z.B:
prozentuale Normierung). Die Zeit- und Wertachsen der einzelnen Kurven
können online per Mausbewegung verschoben werden. Diese Funktion kann
z.B. für Chargenvergleiche genutzt werden.

Abb. Online Trend Control
Integrierte Statistikfunktionen ermöglichen per Knopfdruck die
Ermittlung von Min, Max, Durchschnitt, Standardabweichung und
Integralberechnung. Auch eine logarithmische Darstellung von
Kurvenverläufen ist möglich. Die per Selektion angezeigten Prozesswerte
können per Knopfdruck als Bericht ausgedruckt oder in eine CSV-Datei
exportiert und werden. Zusätzlich sind über die frei definierbare
Toolbarfunktionen anlagenspezifische Funktionen realisierbar.

Abb.: Trend Control Anzeige mit Statistikfunktion

Berichts- und Protokollsystem

WinCC besitzt ein integriertes Protokollsystem, mit dem Sie Daten
aus WinCC oder aus anderen Applikationen zu Papier bringen können. Es
druckt in projektierbaren Layouts zur Laufzeit erfasste Daten über
unterschiedliche Protokollarten, von Meldefolge- über Systemmelde- und
Bedienprotokollen bis hin zu Anwenderberichten. Die Berichte können
auch als Datei abgelegt und über eine Vorschau am Bildschirm angezeigt
werden.
WinCC-Protokolle können ebenfalls Daten aus der Datenbank und
Fremddaten im CSV-Format als Tabelle oder Kurve enthalten.
 Leittechnik-Funktionen (Basic Proces Control)

Im Basissystem von WinCC sind ebenfalls Funktionen enthalten, die
eine WinCC-Station fit für leittechnische Anwendungen machen - und das
mit minimalem Engineeringaufwand.
Zusätzliche Objekte und
Projektierungstools (z.B. der Picture Tree Manager) in Basic Process
Control erlauben eine einfache Realisierung typischer Anforderungen aus
der Leittechnik:
- Sammelanzeigen,
- feste Bildschirmaufteilung,
- Bildhierarchie,
- Lebenszeichenüberwachung,
- Ansteuerung externer
Signalgeber (z.B. Hupe)
- Uhrzeitsynchronisation über PROFIBUS oder
Ethernet.
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