Basisfunktionen - SIMATIC HMI - Siemens  |   05.12.2008 11:20  
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WinCC Basisfunktionalität

Die Runtime-Komponente der WinCC Basissoftware bietet alle wichtigen Funktionen eines leistungsfähigen SCADA-Systems:

Auf dieser Seite:

Benutzerverwaltung
Bedienoberfläche
Meldesystem
Archivierungssystem
Berichts- und Protokollsystem
Leittechnikfunktionen

 

Integrierte Benutzerverwaltung

Mit dem WinCC User Administrator vergeben und kontrollieren Sie die Zu­griffs­rechte der Benutzer für die Projektierung und Runtime. Als Admini­strator können Sie jederzeit, auch zur Laufzeit, bis zu 128 Benutzer­gruppen mit jeweils bis zu 128 einzelnen Benutzern einrichten und ihnen entsprechende Zugriffsrechte auf WinCC-Funktionen zuweisen. Insgesamt sind bis zu 999 unterschiedliche Berechtigungen möglich.
Ab WinCC V7 ist SIMATIC Logon Bestandteil der WinCC Basissoftware. Die Benutzerverwaltung mit SIMATIC Logon integriert sich in das Sicher­heits­system und die Benutzerverwaltung von Windows und deckt auch erweiterte Sicher­heits­anforderungen nach FDA ab. SIMATIC Logon unterstützt die anlagenweite Benutzerverwaltung und schützt vor unautorisierten Datenmanipulationen.
weitere Informationen zu SIMATIC Logon
 
SIMATIC Logon Service im WinCC Basissystem
Abb. SIMATIC Logon Service im WinCC Basissystem

 
Bedienoberfläche

Mit den WinCC-Standards lassen sich für jeden Einsatzzweck individuell projektierte Bedienoberflächen erstellen - zur sicheren Prozessführung und zur Optimierung der gesamten Produktion.:

  • Umfangreiche Auswahl projektierbarer Standard-Objekte
    • Buttons, Check- und Radio-Boxes, Listbox, Combobox und Slider
    • Grafik-Objekte (Vektor- und Bitmapformate)
    • Tube-Objekte (beliebige Verläufe darstellbar)
    • Applikations- und Bildfenster
    • OLE-Objekte, ActiveX-Controls (z.B. Alarm-, Trend-, Table-Control)
    • Media Control (Animated GIF`s, AVIs, .NET und XAML-Unterstützung)
    • Eingabe- und Ausgabefeld, Textlisten
    • 2D- und 3D-Balken, Zustands- und Sammelanzeigen
    • Zentral änderbare Objekte (Faceplates)
  • Online Sprachumschaltung
    Projekte, die in mehreren Zielsprachen angelegt sind, können in der Runtime jederzeit online umgeschaltet werden.
  • Symbolleisten und Menüs
    Über einen eigenen Editor können Windows-Elemente wie Menüs und Symbolleisten in die Benutzeroberfläche der Runtime-Anwendung integriert werden. Diese neuen Oberflächenelemente können, wie bei Windows gewohnt, "fixiert" oder "verschiebbar" angelegt werden.
  • Übernahme von Windows-Einstellungen
    Innerhalb von WinCC können alle WinCC-Controls und Windows-Objekte (Schaltflächen, Rollbalken) bezüglich der Darstellung zusammen mit den Windows-Einstellungen umgeschaltet werden. Dabei können zentrale Designeinstellungen einer zentralen Farbpalette vorgegeben werden, welche natürlich später individuell angepasst werden können. Besonders die "Vista-Stil" Effekte" (Hover-, Leucht- Schatten- und Transparenz) bieten viele Möglichkeiten. Insgesamt kann so ein projekt­spezifisches Look & Feel der Benutze­roberfläche erzeugt werden.
  • Zoomfunktionen
    Bei einer maximalen Auflösung 10 000 x 10 000 Pixeln für die einzelnen Prozessbilder kommt einer komfortablen Zoomfunktion besondere Bedeutung zu. Mit einer Scroll-Maus läßt sich der Zoomfaktor fließend vergrößern oder verkleinern. Die Panning-Funktion erlaubt die Ein­blendung eines Navigationskreuzes in ein gezoomtes Bild. Mittels Decluttering kann die Darstellung von Ebenen und Objekten vom aktuel­len Zoomfaktor abhängig gemacht werden. So ist es zum Beispiel möglich, Details erst ab einem gewissen Zoomfaktor ein­zublenden.

Abb. Darstellung in Abhängigkeit vom Zoomfaktor (Decluttering)

Meldesystem

SIMATIC WinCC erfasst nicht nur Prozessmeldungen und lokale Ereignisse, sondern speichert sie in Umlaufarchiven und stellt sie dann bei Bedarf gefiltert oder sortiert zur Verfügung.
Meldungen können durch Ableitung aus einzelnen Bits, als Folge eines Melde­telegramms direkt aus dem Automatisierungs­system oder als Resultat von Analogalarmen bei Grenzwert­überschreitungen entstehen. Individuelle Quittier­verfahren und Sichten, eine frei definierbare Melde­struktur sowie parametrierbare Archivierung und Protokollierung von Meldungen sind weitere Kennzeichen.
Im WinCC Alarmcontrol kann die Anzeige der Meldungen individuell angepasst werden. Umfangreiche Selektions­möglichkeiten z.B. über benutzerspezifsiche Filtermatrix garantieren den optimalen Überblick. Auch die Anzeige bereits aus­gelagerter Meldungen ist möglich.
Per Knopfdruck können die dargestellten Meldungen exportiert oder als Bericht ausgedruckt werden. Über frei projektierbare Toolbarfunktionen können anlagen­spezifische Funktionen realisiert werden.

Meldeanzeige durch WinCC AlarmContro
Abb. Meldeanzeige durch WinCC AlarmControl

Integrierte Statistikfunktionen ermöglichen per Knopfdruck die Ermittlung von Hitlisten (durchschnittliche und aufsummierte Melde- und Quittierzeiten).
 

Meldeanzeige mit Meldehitliste
Abb.: Meldeanzeige mit Meldehitliste
Das Ausblenden von Meldungen kann auch automatisch erfolgen (Alarm Hiding). Je nach aktuellem Anlagenzustand (z.B. Betrieb, Reinigung, Wartung) können weniger relevante Meldungen für die Anzeige ausgeblendet werden.

 
Archivierungssystem

Historische Werte bzw. Werteverläufe sind in Prozesswertarchiven gespeichert. WinCC archiviert neben Prozesswerten auch Meldungen und Anwenderdaten. Die Archivierung erfolgt in Umlaufarchiven in der integrierten MS SQL Server Datenbank  mit hoher Performance, d.h. bis zu 10.000 Messwerte und 100 Meldungen pro Sekunde. Der Speicherbedarf ist auf Grund leistungsfähiger, verlustfreier Komprimierungsfunktionen sehr gering. Im WinCC-Basissystem können bereits 512 Archivvariablen projektiert werden. Powerpacks lassen im Endausbau die Erweiterung auf bis zu 120.000 Variablen zu. Eine zentrale, optional redundante, Langzeitarchivierung kann mit einem zentralen Archiv­server mit der Option WinCC/Central Archive Server realisiert werden.

Im Trendcontrol können aktuelle Werte (Online-Trends), historische Prozess­werte und Sollwertkurven in derselben Kurvenanzeige dargestellt werden. Auch die Anzeige bereits ausgelagerter Meldungen ist möglich. Dabei ist eine individuelle Skalierung der Zeitachste und des Wertebereichs möglich (z.B: prozentuale Normierung). Die Zeit- und Wertachsen der einzelnen Kurven können online per Mausbewegung verschoben werden.
Diese Funktion kann z.B. für Chargenvergleiche genutzt werden.
 
Online Trend Control
Abb. Online Trend Control
 
Integrierte Statistikfunktionen ermöglichen per Knopfdruck die Ermittlung von Min, Max, Durchschnitt, Standardabweichung und Integralberechnung. Auch eine logarithmische Darstellung von Kurvenverläufen ist möglich. Die per Selektion angezeigten Prozesswerte können per Knopfdruck als Bericht ausgedruckt oder in eine CSV-Datei exportiert und werden. Zusätzlich sind über die frei definierbare Toolbarfunktionen anlagenspezifische Funktionen realisierbar.

Trend Control Anzeige mit Statistikfunktion
Abb.: Trend Control Anzeige mit Statistikfunktion

Berichts- und Protokollsystem

WinCC besitzt ein integriertes Protokollsystem, mit dem Sie Daten aus WinCC oder aus anderen Applikationen zu Papier bringen können. Es druckt in projektierbaren Layouts zur Laufzeit erfasste Daten über unterschiedliche Protokollarten, von Meldefolge- über Systemmelde- und Bedienprotokollen bis hin zu Anwenderberichten. Die Berichte können auch als Datei abgelegt und über eine Vorschau am Bildschirm angezeigt werden.
WinCC-Protokolle können ebenfalls Daten aus der Datenbank und Fremd­daten im CSV-Format als Tabelle oder Kurve enthalten.
  Beispiellayout "Production Report"

Leittechnik-Funktionen (Basic Proces Control)

Im Basissystem von WinCC sind ebenfalls Funktionen enthalten, die eine WinCC-Station fit für leittechnische Anwendungen machen - und das mit minimalem Engineeringaufwand.
Zusätzliche Objekte und Projektierungstools (z.B. der Picture Tree Manager) in Basic Process Control erlauben eine einfache Realisierung typischer Anfor­derungen aus der Leittechnik:
  • Sammelanzeigen,
  • feste Bildschirmaufteilung,
  • Bildhierarchie,
  • Lebenszeichenüberwachung,
  • Ansteuerung externer Signalgeber (z.B. Hupe)
  • Uhrzeitsynchronisation über PROFIBUS oder Ethernet.