Projektierung - SIMATIC HMI - Siemens  |   05.12.2008 8:36  
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WinCC - Projektierung
Überblick und Highlights

Im Lebenszyklus einer Automatisierungslösung machen die Engineering­kosten bis zu 50% der Gesamt­kosten aus. Wer sie spürbar senken will, braucht für die Projektierung einfache und effiziente Werkzeuge - und eine intuitive Bediener­führung. Auch in dieser Hinsicht ist SIMATIC WinCC Vorbild.

Auf dieser Seite:

Die WinCC Editoren im Überblick
Assistenten (Wizards) und Bibliotheken
Engineering großer Projekte
Projektierung mehrsprachiger Anwendungen

Die WinCC Editoren im Überblick

Um die Funktionalität für die jeweilige Anwendung individuell projektieren zu können, stellt WinCC eine Reihen von Editoren zur Verfügung:

  • WinCC Explorer
    Zentrale Schaltstelle von WinCC für die Projektverwaltung mit Zugriff auf alle Komponenten von WinCC. Der WinCC Explorer gibt einen detail­lierten Überblick über das geladene Projekt und zeigt alle zum Projekt gehörigen Dateien an.
  • WinCC Graphics Designer
    Grafiksystem für die frei gestaltbare Visualisierung und Bedienung über vollgrafische Objekte. Mit zahlreichen Grakobjekten, die über Werk­zeug­paletten angeboten werden, lassen sich auch aufwändige Prozess­bilder einfach und schnell erstellen. Die Parametrierung der Eigen­schaften oder die Anbindung eines Objektes an eine  Prozess­variable ist denkbar einfach: Sobald das betreffende Objekt im Bild platziert ist, erscheinen über­sichtliche Konfi­gurations­dialoge.für die Projektierung der Prozess­bilder und Dialoge


Abb. Oberfläche des WinCC Graphics Designers

  • Editor für Menüs und Symbolleisten
    Anwendungsspezifische Menüs und Symbolleisten können in die Benutzer­ober­fläche der Runtime-Anwendung integriert werden. Diese neuen Oberflächen­elemente können, wie bei Windows gewohnt, "fixiert" oder "verschiebbar" angelegt werden,
  • Zentral änderbare Objekte (Faceplates)
    Projektiert werden kann auch in Baustein­technik: Beliebige grafische Objekte lassen sich zu einem neuen, anwender­spezifischen Faceplate gruppieren, bei dem nur die für die Prozessanbindung relevanten Schnitt­stellen­parameter "an die Oberfläche gelangen". Diese Face­plates werden zentral erzeugt und verwaltet. Änderungen werden automatisch an allen Verwendungs­stellen nachgezogen.
  • WinCC Alarm Logging Editor
    für die Projektierung des Alarm- und Meldesystems, ermöglicht die Erfassung und Archivierung von Ereignissen mit Anzeige- und Bedien­möglichkeiten; frei wählbare Melde­klassen, Meldungs­anzeige, Filterung, Sortierung und Protokollierung
  • WinCC Tag Logging Editor
    für die Projektierung des Archiv­systems, erlaubt die Prozess­wert­archivierung für die Erfassung, Verdichtung und Ablage von Mess­werten, z. B. zur Trend- und Tabellen­darstellung und weiteren Verarbeitung
  • WinCC Report Designer
    zur Dokumentation von Projektierungs und Runtime-Daten in Berichten und Protokollen am Bildschirm oder als Ausdruck. Durch die mit­ge­lieferten Layouts sind die meisten Anwendungs­fälle zur Doku­mentation Ihrer Konfigurations­daten, sowie zur Protokollierung der Runtimedaten abgedeckt. Mit dem WinCC Report Designer können Sie vorgefertigte Layouts ändern oder neue Layouts erstellen, um sie Ihren Bedürf­nissen und Wünschen anzupassen.
  • SIMATIC NCM PC
    Mit SIMATIC NCM PC können WinCC-Projekte auf die entsprechenden Ziel­systeme geladen werden. Dies gilt sowohl für Einzelplatz- als auch für Mehrplatzkonfigurationen. Bei Bedarf können WinCC-Einzel­platz­projekte ohne Duplizierung auch auf mehrere Rechner geladen werden. Bei notwendigen Änderungen kann das WinCC-Projekt später zentral an einer Stelle geändert werden und wird anschließend erneut auf alle betroffenen Stationen verteilt. Hierfür werden sogenannte OS-Refe­renzen in SIMATIC NCM PC genutzt, die lediglich den Verweis auf das ent­sprechende Projekt enthalten..

Assistenten und Bibliotheken

Zeitsparend projektieren heißt auch: Aufgaben delegieren.
SIMATIC WinCC unterstützt den Projekteur dabei, indem es ihm Wizards (Assistenten) für Routineaufgaben zur Seite stellt. Zum Beispiel der Melde-Wizard: Er bietet voreingestellte Parameter zur Übernahme oder Modifikation. Vorschaufenster zeigen die Auswirkung der aktuell verwendeten Parameter. Folgt der Projekteur den Vorschlägen, kann er im Handumdrehen kosten­günstige und praxis­gerechte Lösungen realisieren.

Mit Hilfe von Bibliotheken sind einmal erstellte Objekte immer wieder abrufbar. Der Projekteur baut sich so firmen-, technologie- oder branchenspezifische Standards für die schnelle Projekterstellung auf. Die Objekte dazu liegen bereits vorgefertigt und nach Themen sortiert in der Bibliothek – und werden per Drag & Drop ins Prozessbild gezogen. Genauso einfach lassen sich neue Objekte in die Bibliothek einfügen. Wenn später zur Laufzeit die Online-Sprach­umschaltung voll genutzt werden soll, empfiehlt es sich, solche Objekte gleich mehrsprachig zu projektieren.

WinCC Bibliotheken
Abb. Nutzung von Bibliotheken im WinCC Graphics Designer

Engineering großer Projekte

Um den Überblick über die Vielzahl der in einem Projekt verwendeten Varia­blen, Bilder und Funktionen zu behalten, bietet WinCC eine Querverweis­liste, die individuell anhand von Filter­ein­stellungen erstellt werden kann. Zentrale Schalt­stelle ist hierbei der Cross Reference Editor.

WinCC Cross-Reference Editor
Abb. Cross Reference Editor zur Erstellung von Querverweislisten

Für eine komfortable und schnelle Projektierung von Massendaten können Sie auf ein Projektierungstool auf Basis von Microsoft Excel zurückgreifen. Bestehende Projekte können eingelesen, neue angelegt werden. Neben Prozess­verbindungen und -variablen können Prozesswert­archive, Meldungen und die Textlibrary bearbeitet werden.

Projektierungstool auf Basis MS Excel
Abb. projektierung von Massendaten mit Excel-basiertem Projektierungstool

Das Tabellenformat erlaubt ein komfortables Editieren bis hin zum Auto­ausfüllen. Erfahrene Benutzer können mit Makros auf Basis von VBA (Visual Basic for Applications) ihre Möglichkeiten nach Belieben erweitern.

Projektierung mehrsprachiger Anwendungen

Die Projektierungsoberfläche der WinCC Systemsoftware ist zwischen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch umschaltbar.
Ausserdem wird WinCC in einer ASIA-Variante für China, Taiwan, Korea und Japan angeboten. Die Projektierungsoberfläche der asiatischen Versionen von WinCC ist zwischen der jeweiligen installierten asiatischen Landessprache und Englisch umschaltbar. Damit können auch Projekteure aus anderen Ländern bei Bedarf in der englischen Projektierungsumgebung Änderungen am Projekt vornehmen, so z.B. bei einem Wartungseinsatz.

Die Texte für die Runtime-Applikation können in allen Primary Languages von Windows editiert werden. Dazu gehören neben statischen Texten auch die Tooltipps. Zwischen diesen Sprachen kann zur Laufzeit per Knopfdruck umgeschaltet werden. Für den Export und Import aller Texte im CSV-Format steht der WinCC Text Distributor zur Verfügung, wodurch die Übersetzung einfach mit Standardwerkzeugen vorgenommen werden kann.

WinCC Text Distributor
Abb. Export und Import von Texten mit dem WinCC Text Distributor

Um die Übersetzung von Meldetexten zu erleichtern, existiert eine Text­bau­stein­bibliothek (TextLibrary), die in Form einer Tabelle die verwendeten Begriffe in den einzelnen Sprachen anbietet. Komfortable Filter­mechanismen erleichtern Ihnen dabei die Arbeit bei großen Mengengerüsten.

Lokalisierte Bedienoberfläche
Abb. Lokalisierte Bedienoberfläche

Bei der Lokalisierung von WinCC für den asiatischen Markt kann der Siemens-Partner DCC wertvolle Hilfe leisten. DCC bietet auch ein WinCC Add-on zur Über­setzung und Pflege mehrsprachiger Projekte an, den   DCC TranslationEditor: