
|
Ronsen
Chengdu Rongsheng Pharmaceutical Co. Ltd., ChinaMaßstäbe setzenRonsen, einer der führenden Hersteller von Blutplasmaprodukten in China, implementierte gemeinsam mit Siemens eine zuverlässige Prozessautomatisierung auf Basis von Simatic PCS 7.
In der hochmodernen Produktionsanlage in der Chengdu High-Tech Zone verarbeitet Ronsen zurzeit 400000 Liter Plasma pro Jahr Ronsen – Chengdu Rongsheng Pharmaceutical Co. Ltd. – entstand 1997 aus der Blutplasmaverarbeitung des Chengdu Institute of Biologicals Products. Vor kurzem bezog Ronsen eine hochmoderne Produktionsanlage in der Chengdu High-Tech Zone. Dort arbeiten über 400 Mitarbeiter in einer der größten Anlagen für Plasmafraktionierung in China und produzieren Plasmaprodukte wie Albumin, intravenöses Immunglobulin (IVIG) sowie Hepatitis-B- und Tetanus-Immunglobuline. Ronsen versorgt zurzeit den chinesischen Markt mit 400000 Litern Plasma pro Jahr, die Verarbeitungskapazität für die Zukunft liegt bei 800000 Litern. Neue Anlage für komplexen ProzessRonsen produziert in einem sequenziellen Batch-Prozess. Das gefrorene Plasma wird in Beuteln angeliefert und zwischengelagert. In der Anlage finden die eigentliche Fraktionierung (in einem Cohn-Prozess) sowie einige Aufreinigungsschritte statt. Die Endprodukte werden in zwei Formen ausgeliefert, entweder in flüssiger Form oder als gefriergetrocknetes Granulat. Dabei sind, sowohl hinsichtlich der Produktqualität als auch der generellen Sicherheit, die Fraktionierung und die Inaktivierung viraler Bestandteile die entscheidenden Prozessschritte. Da in der Fraktionierung große Mengen Ethanol verbraucht werden, ist dieser Prozess explosionsgefährdet und erfordert entsprechende Vorsichtsmaßnahmen.Ronsen wollte seine Anlage aus mehreren Gründen modernisieren. Das vorhandene Equipment entsprach nicht mehr dem Stand der Technik, so dass es zunehmend schwieriger wurde, den geltenden Richtlinien für eine moderne und GMP-gerechte Produktion zu genügen. Zudem sollte die Kapazität mit der wachsenden Nachfrage in China Schritt halten. Und nicht zuletzt verfolgt Ronsen auch das Ziel, nicht nur der größte, sondern insbesondere auch der führende Hersteller von Blutplasmaprodukten in China zu sein – sowohl bezüglich der Prozess- als auch der Produktqualität.2004 wurde das Basic Design des Projektes abgeschlossen. Die Engineeringfirma, mit der Ronsen zusammenarbeitete, schlug Siemens als Partner für die Prozessautomatisierung vor. Auf Basis einer Prozessbeschreibung entwickelte Siemens Industrial Automation Shanghai (SIAS) einen ersten Entwurf der Automatisierungslösung. »Aufgrund der Erfahrung von Siemens waren wir uns schnell sicher, dass wir den richtigen Partner gefunden hatten.«Yang Hui Chuan, stellvertretender Geschäftsführer, Ronsen
Li Li, Assistentin der Geschäftsführung bei Ronsen (links), Yang Hui Chuan, stellvertretender Geschäftsführer bei Ronsen (rechts) „Das Beste ist gerade gut genug“Ronsen hatte vier Kriterien, die das Prozessleitsystem erfüllen musste: Schutz sowohl des Personals als auch der Umwelt vor produktionsbedingten Risiken, validierte Produktionsbedingungen, Flexibilität im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen und neue Produkte sowie eine hohe Implementierungsqualität auf der Basis von fundiertem Prozessverständnis und einer optimal abgestimmten Lösung. Li Li, Assistentin der Geschäftsführung bei Ronsen, bestätigt die gute Leistung von SIAS: „Siemens kann einige gute Referenzen in der Pharmaindustrie vorweisen und SIAS hat bewiesen, dass sie unseren Prozess verstanden haben – sie entwickelten die richtige Lösung für einige schwierige Aufgabenstellungen.“ Simatic PCS 7 für umfassende KontrolleDas implementierte Leitsystem steuert die Prozesse in der Fraktionierung, der Albuminaufreinigung und Pasteurisierung, die Aufreinigung der IV-Immunglobuline und die Puffervorbereitung. Zum System gehören drei Simatic PCS 7-Automatisierungssysteme, die über Profibus mit zahlreichen ET 200-Peripheriesystemen im Prozess vernetzt sind. Simatic PCS 7 Operator Stations in der zentralen Leitwarte und Simatic Touch Panels im Prozess ermöglichen das Bedienen und Beobachten der Prozesse. SIAS integrierte auch die neue Anlage für Reinstwasser und war für die Installationsüberwachung und das Installationsdesign verantwortlich, während Siemens Building Technologies die Gebäudeleittechnik und die Brandschutzanlagen für die gesamte Produktion lieferte. Yang Hui Chuan, stellvertretender Geschäftsführer bei Ronsen, ist mit den Ergebnissen des Projektes sehr zufrieden: „Mit Siemens haben wir ein Unternehmen gefunden, das gemeinsam mit uns die ideale Lösung entwickeln kann. Wir versuchen immer, von anderen führenden Unternehmen zu lernen – und dazu gehört Siemens, das sowohl die langjährige Erfahrung in der Pharmaindustrie als auch die passende Organisationsstruktur besitzt, um die richtige Lösung implementieren zu können.“ info: www.siemens.de/pharmakontakt: hans.bijl@siemens.com | lin.hong@siemens.com
14.05.2008
|
||||||||||||||||||