Hallo Xplosion,
Danke für deine Ausgabenpräzisierung. Dazu erstmal folgendes:
a) Welche LOGO! (Typ, Serie) und wie erfolgt die Temperaturmessung (AM2 RTD oder...)
b) Wie wird der SOLLwert der (Mischer-)Vorlauftemperatur bereitgestellt und wie soll der neue korrigierte Wert bereitgestellt werden?
c) Für deine Erfassung der Temperasturdifferenz über die Zeit, ist eine zeitliche Integration notwendig. Ob dies möglich ist, hängt von der LOGO!-Serie ab (0BA4: NEIN; 0BA5: ja, mit erheblichem Auffand; Ja, mit Auswand möglich).
d) Ich halte diesen von die angegebenen Lösungsweg jedoch (insbesondere) wegen deiner Angaben zu den Wärmeverlusten (Keller + Dach) nicht für geeignet, denn selbst wenn der gesamte Wohbereich ausreichend temperiert ist, würde noch ein (ggf. erheblicher) Nachwärmebedarf berechnet und dann auch bereitgestellt (und dessen "Abnahme" praktisch Erzwungen) werden, was nur unnötig Energie kostet. Deshalb und weil du ja ohnehin eine Raumtemperaturerfassung und -ausertung planst empfehle ich dir eine alternative Vorgehendweise: Raumtemperaturabhängige Korrektur der (witterungsgeführten) SOLL-Vorlauftemperatur
Folgende weitere Vorteile sind damit erreichber bzw. verbunden:
- Die SOLL-Vorlauftemperatur kann minimalst vorgegeben werden (sogar kleiner als für das Objekt normalerweise erforderlich -weil diese ja dynamisch angepasst wird)
- Das selbe Konzept kann auch dazu verwendet werden die SOLL-Vorlauftemperatur (bei Raum-Übertemperatur) nach unten zu korrigieren. Dann ist die Vorgabe einer exakt zum Objekt passenden SOLL-Vorlauftemperatur deutlich weniger kritisch.
- Es sind keine weiteren Kriterien für die Anwendungsbegrenzen erforderlich (oder sinnvoll). Das unten angegebene Konzept kann bzw. sollte also solange die der/die Heizkreise versorgt werden angewendet werden.

Konzept (Die schaltungstechnische Umsetzung ist abhängig von der LOGO!-Serie):
1. Die Differenz (SOLL- IST) der Raumtemperatur wird mit einem geeigneten Faktor k multipliziert und der Ergebniswert zum Sollwert der Vorlauftemperatur (mit Vorzeichen) addiert. Der Faktor k liegt je nach Objekteigenschaften typischer Weise zwischen 1 und 10.
2. Ggf. kann man diese Korrektur auch an das Überschreiten von Schwellwerten knüpfen. Also nur dann den Vorlauf-SOLLwert korrigieren, wenn z. B. der Betrag der Differenz (SOLL- IST) der Raumtemperatur größer als 0,5 °C ist.
3. Auch den Faktor k bzw. dessen Berechnung kann man dynamisch gestalten:
Dazu verwendet man je Korrekturrichtung einen Zähler, der bei Überschreiten einer Temperaturschwelle Ts (z. B. auch der o. g. Schwelle von 0,5 °C) für jeweils eine Zeitdauer x (z. B. 0,5 h oder 1 h) hochgezählt wird. Sinnvoll ist hier sicher eine Begrenzung, die man mittels ON = Off = n und einer UND-Verknüpfung des Zählerausgang mit seinem Impulseingang realisiert. Zurückgesetzt wird der/ die Zähler jeweils solange o. g. Temperaturschwelle Ts nicht erreicht ist. Den jeweiligen Zählerwert multipliziert man nun mit einem Faktor m (z. B. 0,1 oder 0,2) und addiert den Ergebniswert mit dem ursprünglich festgelegten Faktor k und erhält so einen dynamisch angepassten Faktor kd (, der dann anstelle des o. g. Faktors k verwendet wird).
Was meinst du dazu?
MfG
Betel