Hallo Robert,
auch wenn deine Angaben m. E. noch vergleichsweise unvollständig/unpräzise sind, will ich mal versuchen dir zu antworten und ggf. einen Lösungsansatz zu entwickeln:
Eine von dir gewünschte Optimierung während der Programmabarbeitung (auch wenn du dazu kein konkretes Konzept abgegeben hast) dürfte nur dann möglich sein, wenn über einen gewissen Zeitraum die entsprechenden Daten (= IST-Werte) gespeichert und mathematisch ausgewertet werden. Dazu ist die LOGO! nur marginal zu gebrauchen.
Andererseits vermute ich mal, dass bislang der Ölbrenner durch den externen Thermostaten geschaltet wurde und somit der ISTwert um den Sollwert der Ofentemperatur in gewissen Grenzen lag bzw. dem Thermostaten diese Grenzwerte quasi als Schalttemperaturen vorgegeben wurden. Das von dir angegebene Vorgehen, den Brennerstart nun am unteren Schaltpunkt des Thermostaten noch zu verzögern ist (wie bei Ölheizanlagen auch) dazu verwendet, um die Brennerlaufzeit zu erhöhen. Insbesondere dann, wenn die Schaltpunkte des Thermostaten nicht beeinflusst werden können. Allerdings bewirkt dieses Vorgehen eine weitere Verzögerung der Bereitstellung der im Ofen erforderlichen Wärme.
Optimierungsziel in diesem Kontext:
Sicheres Erreichen und Halten der Solltemperatur Ts im Ofen bzw. sicheres Erreichen und Einhalten der vorgegebenen Temperaturgrenzwerte Tu und To bei minimalem Ölverbrauch
Mein Vorschlag:
Füge nicht nur eine LOGO! zwischen Thermoatat und Brenner sondern ersetze den Thermostaten durch eine LOGO!. Dadurch steht dir die Isttemperatur im Ofen zur Regelung zur Verfügung und es lässt sich so folgendes Konzept eines sich selbst optimierenden Programms mit der LOGO! realisieren:
a) Festlegen/Eingeben der absolut unteren Tu und oberen To Grenztemperatur (Messwerte) im Sinne eines Sollwertbereiches (ggf. auch als Ersatz für eine Sollmitteltemperatur)
b) Definieren von Thermostat-Temperaturen T2u (> Tu) und T2o (< To) zum Schalten des Brenners. Diese sollten als Startwerte auf der Basis von Erfahrungen festgelegt werden. Ggf. könnten diese Starttemperaturen auch als Funktion der Solltemperatur gleitend definiert werden.
c) Wenn nun etwa der Brenner zum 1. Erreichen der Solltemperatur To gestartet wurde, dann wird der Brenner beim Erreichen von T2o (HIER ALSO NOCH DER STARTTEMPERATUR) abgeschaltet.
d) Ab diesem Zeitpunkt wird das Maximum der Isttemperatur ermittelt (z. B. bis T2u) erreicht ist.
e) Aus der Differenz von To und diesem Maximum wird ein additiver Korrekturwert für T2o berechnet, so dass sich To und T2o weiter annähern (aber T2o stets kleiner To bleibt). Der Korrekturwert sollte x % der o. g. Differenz von To und dem Maximum betragen. Wenn diese Differenz kleiner als n ist, sollte keine Korrektur von T2o erfolgen.
f) Wenn bei ausgeschaltetem Brenner T2u (HIER zunächst NOCH DIE STARTTEMPERATUR) unterschritten wird, dann wird der Brenner eingeschaltet.
g) Ab diesem Zeitpunkt wird das Minimum der Isttemperatur ermittelt (z. B. bis T2o) erreicht ist.
h) Aus der Differenz von Tu und diesem Minimum wird ein additiver Korrekturwert für T2u berechnet, so dass sich Tu und T2u weiter annähern (aber T2u stets grösser Tu bleibt). Der Korrekturwert sollte x % der o. g. Differenz von Tu und dem Minimum betragen. Wenn diese Differenz kleiner als n ist, sollte keine Korrektur von T2u erfolgen.
i) ..diese Anpassungen von T2o und T2u im laufenden Betrieb werden nun in jedem Zyklus wiederholt, so dass abhängig von den jeweiligen Starttemperaturen die definierten Solltemperaturen bestmöglich eingehalten und gleichzeitig optimierte Brennerlaufzeiten erreicht werden. Unterschiedliche Umgebungsbedingeungen am Ofen und unterschiedliche Ofenbefüllungen sind so ebenfalls "ausgeregelt".
Um das Regelverhalten einerseits und andererseits eine Optimierung (z. B. mit EXCEL und Programmierung in die LOGO!-Schaltung) der Starttemperaturen zu erleichtern, solltest die eines der im Forum verfügbaren Loggerprogramme verwenden...
Ggf. kann die Korrekturwertberechnung auch noch optimiert werden, etwa durch Mittelung aus n Brennerzyklen ODER ... ODER...
Ebenso kann ggf. eine (moderate) Mittelung der Isttemperaturen nützlich sein. (Infos dazu über untenstehende Links)
MfG
Betel
Weiterführende Infos und Schaltungsbeispiele zur LOGO!:
==> "Sammlung von Hinweisen und Schaltungen zur Anwendung und Programmierung der LOGO!"
==> "LOGO! 0BA6 - Erstes Feedback an die LOGO!-Entwickler"
==> "Excel Logo Logger"